Die Hexen & Friends
Endlich nicht mehr obdachlos (Campingplatz unweit von Cagnes sur mer)
Der Lamborghini auf der Rennstrecke von Monaco
Lukas, Momme und Leo beim Bauen eines Staudammes

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Einmal Flavio sehen

von Salesa und Irina

Am 23. März war es wieder so weit: Die “Hexen and Friends” (Momme, Joe, Leo, Salesa, Lukas, Jojo, Irina, Paul, Martin, Sonja, Simone, Thomas, Heiko, Georg und Joachim) machten sich auf den beschwerlichen Weg an die Côte d'Azur. Während der Fahrt hielten uns die Kassetten von den 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär wach und führten zu entnervtem Stöhnen aus dem hinteren Teil des Wagens.

Um 5.30 Uhr erreichten wir mit schmerzenden Hintern einen kleinen Campingplatz in Gorbio. Dort tankten wir einige Stunden Schlaf, bis auch endlich der Sprinter angezuckelt kam. Wir mussten feststellen, dass dieser Campingplatz unseren gehobenen Ansprüchen nicht gerecht wurde und beschlossen, mal eben so, einen besseren ausfindig zu machen. Dieses Unternehmen endete in einem absoluten Dilemma. Nach vier Stunden und garantiert 1000 Campingplätzen, die noch geschlossen hatten und sich auf die Sommersaison vorbereiteten, waren wir alle total entnervt und wirklich hungrig. Der heimliche Wunsch nach Gorbio zurückzufahren wurde immer stärker. Aber wir blieben stark und wurden letztendlich mit einem Vier-Sterne-Campingplatz umweit von der Stadt Cagnes sur mer belohnt.

Gegen 15 Uhr war uns der Platz dann “schon” sicher und wir konnten endlich mit dem Errichten unserer Schlafstätten beginnen. Nach dem Einkaufen stellten wir “begeistert” fest, dass es sich nicht mehr lohnte Klettern zu fahren. Am nächsten Tag waren alle fest davon überzeugt, dass wir jetzt beim Klettern richtig durchstarten könnten, was uns an diesem Tag auch sehr gut gelang.

Doch schon am nächsten Morgen belehrte die Natur uns eines Besseren. Wir erwachten in unseren Zelten durch ein unerwartetes Geräusch, das wir im ersten Moment gar nicht zuordnen konnten. Erst als wir aus den Zelten krochen, wurde uns durch die komischen Tropfen auf unseren Köpfen klar, was da vom Himmel kam: Regen!!! Wie konnte das nur sein!? Und das in Südfrankreich! Also beschlossen wir spontan, diesen Tag zu nutzen, um Monaco zu erkunden.

Nach einigen spannenden Stunden fuhren wir noch einmal die Formel-1-Rennstrecke ab und plötzlich war da dieser knallorange Lamborghini vor uns! Wir konnten uns nicht mehr halten und brachen in begeisterte Freudenschreie aus und zückten unsere Kameras, um diesen einmaligen und bereichernden Moment festzuhalten. Endlich hatte unser Leben einen Sinn!!! Als wir dann feststellten, dass Flavio Briatore hinterm Steuer saß und auch noch ein zum Auto perfekt abgestimmtes Polohemd trug, gab uns das wirklich den Rest! An der nächsten Kreuzung sind wir rechts abgebogen.

Einen der folgenden Tage verbrachten wir in dem Klettergebiet von Monaco, La Turbie, auf das wir uns schon lange gefreut hatten, weil Thomas uns von der tollen Aussicht auf Monaco und einzigartigen Touren in einer Grotte vorgeschwärmt hatte. Dort entstanden schöne Kletterfotos mit Monaco und dem Meer im Hintergrund.

Insgesamt wurden wir nicht enttäuscht und entschieden gleich noch einen Tag dort zu verbringen. Diesmal hatten wir Glück und gutes Wetter wechselte nicht mit schlechtem – dachten wir zumindest! Wir sonnten uns den ganzen Tag und freuten uns schon auf eine Abkühlung im Meer. Aber schon am Nachmittag ließ die Begeisterung fürs Baden nach, denn wir konnten uns nur mit Not vor den vom Himmel herabstürzenden Wassermassen retten. Trotzdem fuhren wir ans Meer, wenn auch nicht zur Abkühlung, denn die war nicht mehr nötig. “Aber wenn man schon mal da ist, sollte man die Gelegenheit auch nutzen”, dachten sich Salesa und Irina und stürzten sich wagemutig ins kalte Nass. Der Rest der Gruppe zog es vor, sich noch ein Fleece überzuziehen.

Tags darauf erfreute Georg uns anlässlich seines Geburtstages mit leckerer, halbgefrorener Schwarzwälderkirschtorte unterm Felsen. Somit war unser Nährwertbedarf für die nächsten drei Tage schon einmal gedeckt und wir konnten die Touren mit neuer Energie angehen. Am nächsten Tag wurden uns dann die Getränke zu der Torte geliefert. Diesmal rückte Heiko dem Einzug ins Altersheim ein Stück näher und spendierte allen aus Vorfreude eine Dose unseres Lieblingsgesöffs, Orangina. Bei der nächsten Urlaubsplanung sollten diese beiden Geburtstage unbedingt mit eingeplant werden, damit wir weiterhin in Saus und Braus schmausen können.

Noch ein letztes Mal tobten wir uns an den Felsen aus, vergnügten uns an dem nahe gelegenen Fluss und zurück ging es nach “Good Old Germany”. Na gut, sind wir mal ehrlich – Thomas Auto ließ es sich auf der Rückfahrt noch einmal richtig gut gehen und machte einen Abstecher nach Finale. Dort ließen wir den Urlaub bei dem weltbesten Kakao und einzigartiger Pizza ausklingen. Die erledigten Nachzügler sahen wir erst beim Gepäckabholen wieder. Schon jetzt freuen wir uns auf das nächste Jahr an solch fantastischen Felsen und mit so einer netten Truppe.

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