Osterfahrt 2004 der Jugendgruppe 'Hexen & Friends' nach Orpierre
von Irina Horrix
Nachdem einige CDs von Rammstein, den Ärzten und Nirwana Simone trotz Ohropax in den Wahnsinn getrieben und vom Schlafen abgehalten hatten (wir fuhren über Nacht), kamen wir, die Hexen & Friends, in unserem vermeintlich sonnig warmen, süd-französischen Kletterparadies Orpierre an (Anbei ein kleiner Gruß an Katrin, auch Thomas gelingt es nicht immer seine Apfelreste AUS dem Fenster zu werfen *g*).
Da Thomas einen leichten Hang zum Bleifuß hat, erreichten wir unseren Campingplatz schon um ca. 4.00 Uhr morgens. Da dieser aber noch geschlossen hatte, legten wir einen kleinens Biwak auf dem asphaltierten Parkplatz ein. Anschließend, als auch das zweite Auto (ein gemieteter Mercedes Sprinter) eintrödelte, richteten wir uns häuslich ein und schleppten uns dann übermüdet zu den Felsen um die ersten Touren zu erkunden.
Als “Special Guests” stießen in den nächsten Tagen noch Don Alfredo, Joachim und die Wirzens zu uns, deren Tochter uns nach einer SPRITZtour in Thomas Wagen mit einem bleibenden Geruch verwöhnte. Im Gegenzug wurden uns lustige Ritter Rost Geschichten auf CD ausgeliehen, die wir alle mit kindlicher Begeisterung hörten und mitsangen. Abgelenkt haben sie uns auch von dem wechselhaften Wetter, das von Minustemperaturen über Hagel und Regen bis hin zu Schnee reichte, welchen wir bei einer ausgiebigen Schneeballschlacht auf einem Pass nutzten.
Aber auch die Sonne ließ sich öfters blicken und an einem dieser netten Sommertage legte Paul dann seinen ersten ernsthaften Vorstiegssturz hin. Dieser motivierte ihn aber erst richtig. Und auch Martin glänzte mit einer blendenden Akrobatikvorstellung beim Sichern. Durch einen Sturz von Irina musste er mit seinem Körper eine Art Brücke darstellen, um nicht in einem kleinen Bach, der zwischen ihm und der Wand vor sich hinplätscherte, zu landen. Doch für sein Chalkbag kam jede Hilfe zu spät. Diese Glanzleistung konnte Martin jedoch nur erbringen, da er den Abend zuvor an Pauls Aerobic-Kurs teilgenommen hatte.
In den zehn Tagen unserer Fahrt, kletterten wir hauptsächlich in den verschiedenen Sektoren von Orpierre, die von unserem Campingplatz aus zu sehen und eigentlich zu Fuß zu erreichen gewesen wären. Doch wie wir Sportkletterer halt sind, setzten wir uns bequem in die Autos und fuhren so weitnah wie möglich an die Klettergebiete heran. Doch auch von dort aus war es noch eine nette Strecke bis zum Einstieg. Und das alles mit dem ganzen Gepäck und auch noch bergauf, jaja …. Dafür wurden wir jedoch auch zwischendurch, an einem sehr verregnetem Tag, der uns zwang, in der Hoffnung auf besseres Wetter einige Kilometer in ein anderes Gebiet zu fahren, mit einem sehr kurzen Zustieg belohnt. Die Felsen lagen nur einige Meter überhalb der Straße und so konnten wir diesmal unsere Beinmuskeln entspannen.
Das Klettern in Frankreich verlief für uns alle erfolgreich und war eine willkommene Gelegenheit, einmal mehr am Limit vorzusteigen, Mehrseillängentouren zu klettern, einige Gipfelerlebnisse zu sammeln oder einfach nur die Kletterleistung zu steigern. Insgesamt hatten wir alle super viel Spaß und sind schon in freudiger Erwartung auf das nächste Jahr. Wir danken allen unseren großartigen Betreuern, dass sie sich die Zeit genommen haben uns solch eine schöne Fahrt zu ermöglichen.