aus dem   Heft 4 / 2002:

Neues aus der Jugendgruppe (2002)

Nach einigen Personalwechseln (Alfred ist im Frühjahr nach Stuttgart gezogen und Carlos kurz vorīm Sommer beruflich nach Kiel verschlagen worden) ist erst einmal ein wenig "Ruhe" eingekehrt.

Thomas und ich leiten nun die Gruppe zusammen. Bei den Tagesfahrten werden wir des weiteren von Georg tatkräftig unterstützt.

Außer den regelmäßigen Mittwochsterminen haben wir eine Wochenendfahrt und zwei Tagesfahrten durchgeführt.
Die Wochenendfahrt führte uns in den Ith. Nach dem Zeltaufbau ging es dann aber zügig zu den Felsen. Da es sehr gutes Wetter war (bei gutem Wetter ist es im Ith sehr voll) haben wir die Gruppe geteilt. Thomas ist mit den stärksten Kids losgezogen. Westkante Kamel, Westkante Harderturm, Mittagsfels Talseite etc. wurden im Toprope ohne Probleme nachgestiegen. Georg und ich haben uns dann um die gemäßigten Kletterer gekümmert.
Am Harderturm haben sich dann die beiden Teilgruppen wieder getroffen. Dort hat uns dann ein Regenschauer erwischt, den wir am Felsen abgewartet haben - das war auch gut so, denn alle anderen haben vor dem Regen Reißaus genommen und wir hatten nach Abklingen des Schauers den ganzen Harderturm für uns allein. Als letzte Tour des Tages sind wir alle, über zwei verschiedene Touren, auf den Gipfel gestiegen, die klare Sicht und den schönen Tag genossen. Der Abend klang dann auf dem Zeltplatz mit Grillen aus. Am Sonntag sind wir dann noch schön geklettert und der krönende Abschluss war die Besteigung des Kamels (Westkante und Normalweg);
Die meisten sind dann über das große Dach abgeseilt und der Rest über den Normalweg abgestiegen.

Im September sind wir dann für einen Tag in das Okertal im Harz gefahren. Diesmal aber nicht wie üblich an die Marienwand, sondern zu den östlich gelegenen Felsen. Auch dieser Ausflug, abgesehen von einigen Bienenstichen, war ein voller Erfolg. Zum Tagesabschluss haben wir uns dann am Schwiegermutterriss probiert, um uns richtig auszupowern. Über die Hälfte aller hat diese doch recht anspruchsvolle Tour geschafft.

Die Tagesfahrt im Oktober mussten wir wegen des Wetters nach Hamburg in die neue Kletterhalle verlegen. Geplant war eigentlich der Ith gewesen. Diese neue Halle ist ein echter Hit und kann nur empfohlen werden. Schade das es so was nicht im Raum Hannover gibt.

All diese Aktionen haben vor allem den Kindern, aber auch uns Betreuern, viel Spaß gemacht.
Das merken wir jeden Mittwoch in der Waldorfschule. Die Kids haben richtig Biss bekommen und wollen besser werden. Fragen wie: "Ich komme nicht weiter. Kannst Du mir zeigen, wie das geht?", "Häng uns doch bitte das Seil in diese bestimmte Route ein - die wollen wir probieren", "Ich will Vorsteigen" etc. werden an uns gestellt.

Das hängt wahrscheinlich auch mit der geplanten Kletterfahrt nach Frankreich über Ostern 2003 zusammen. Die meisten haben sich nun endlich Kletterschuhe zugelegt und starten nun förmlich durch.

Vieles liest sich so als ob der Leistungsgedanke im Mittelpunkt stehen würde. Das stimmt aber nicht ganz. Es bleibt immer noch genügend Zeit um an der Sprossenwand "abzuhängen" oder um sich bei einer Fahrt ins Mittelgebirge für eine gewisse Zeit ein wenig abseits aufzuhalten und einfach neues zu entdecken oder die Gedanken schweifen zu lassen.

Euer Heiko

Infos über:
Heiko Hoesel