Giftschlangen in den Alpen
Wer in den Bergen im freien Gelände unterwegs ist, kann schon mal auf Schlangen treffen. Da stellt sich die Frage: giftig oder nicht? Und was tun, wenn man gebissen wurde?
Giftschlangen sind auf Grund der geänderten Umweltbedingungen selten geworden, aber sie kommen doch noch vor. Wie man sie erkennt, geht aus der folgenden Tabelle hervor (siehe auch Abbildung). Als giftige Arten kommen die Kreuzotter und die Aspisviper noch häufig vor: in Höhen bis 2500 m / 2700 m, vorwiegend auf Geröllhalden mit Zwergbüschen (Deckung).
Verbreitete ungiftige Arten sind Nattern, wozu auch die Wasserschlangen gehören. Also: eine schwimmende Schlange ist harmlos!
Falls man doch einmal gebissen wurde: ein Schlangenbiss ist fast nie lebensbedrohlich (das letzte Todesopfer war 1961), da der Giftausstoß i.A. gering ist. An der Bissstelle sieht man 1 oder 2 nadelfeine Einstiche in der Haut. Es kann brennender Schmerz entstehen, Verfär-bungen und Schwellungen. Anschließend können Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Hautblutunge, Nervenlähmungen und Atemnot auftreten.
Verhalten: als Erstes Ruhe bewahren und den Körper ruhig stellen, um erhöhte Blutzirkulation zu vermeiden. Bissstelle desinfizieren, möglichst kühlen (aber kein Eis) und mit leichtem Deckverband bedecken. Um Schockwirkungen zu vermeiden: den Gebissenen flach lagern, Beine gestreckt und etwas angehoben und gegen Kälte und Steinschlag geschützt lagern. Zum Abtransport kann der Gebissene langsam gehen, falls das Gelände das zuläßt. Ansonsten ist das übliche Vorgehen bei Verletzungen anzuwenden.
Grundsätzlich ist anschließend ein Arzt zu konsultieren.
Vorsichtsmaßnahmen: Nie barfuß gehen, Steinhaufen vermeiden, Vorsicht beim Sammeln von Beeren und Blumenpflücken.
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| Giftig:
senkrechte, schwarze Spaltpupillen mehrere Schuppenreihen zwischen Augen und Oberlippe eingedrückte Kopffront zwei Giftzähne |
Ungiftig:
runde Pupillen eine Schuppenreihe zwischen Augen und Oberlippe kolbenförmige Kopfoberseite Reihen kleiner Hakenzähne |

